Zitate rund um Tee

aus Deutschland

Thee kombt mir vor wie Heu und Mist, mon Dieu, wie kann sowas Bitteres und Stinkendes erfreuen? Was ich aber woll essen mögte, were eine gutte Kalteschal oder eine gutte Biersub!

Liselotte von der Pfalz (am Hofe von Versailles 1652 - 1722)

Smith über Tee

Gott, ich danke Dir für den Tee !
Was wäre die Welt ohne Tee !
Wie hätte sie bestehen können ?
Nein, sie könnte es nicht, ich kann es auch nicht.
Dem Himmel sei Dank, daß ich erst geboren wurde,
als man schon mit dem Teetrinken angefangen hatte.

... andere Übersetzung:
Dem Himmel sei Dank für den Tee ...
Ich bin froh, nicht vor dem Tee geboren worden zu sein.

Thank God for tea! What would the world do without tea! How dit it exist? I am glad I was not born before tea.

Sydney Smith (britischer Schriftsteller, 1771-1845)

Fontane über Tee

Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.

Theodor Fontane (1819-1898)

Heine über Tee

Sie saßen und tranken am Teetisch
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren, die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.

Heinrich Heine (1797 – 1856)

Lessing über Tee

Ob ich morgen leben werde, weiß ich freilich nicht.
Aber daß ich, wenn ich morgen lebe,
Tee trinken werde, weiß ich gewiß.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)

aus China

Tee hat nicht die Arroganz des Weines -
nicht das Selbstbewußtsein des Kaffees -
nicht die kindliche Unschuld von Kakao.
Im Geschmack des Tees liegt ein zarter Charme,
der ihn unwiderstehlich macht
und dazu verführt ihn zu idealisieren.

Laotse (chin. Philosoph)

aus China

Die erste Tasse netzt mir die Lippen.
Die zweite verscheucht meine Einsamkeit.
Die dritte durchdringt mein unfruchtbares Inneres,
um darin nichts als einige fünftausend Bände wunderlicher Ideogramme zu finden.
Die vierte erregt einen leichten Schweiß;
alles Schlechte des Lebens scheidet durch meine Poren dahin.
Bei der fünften bin ich geläutert.
Die sechste ruft mich ins Reiche des Unvergänglichen.
Die siebente - Oh, ich kann nicht weitertrinken,
ich fühle nur den kalten Windhauch, der sich in meinen Ärmeln fängt.
Laßt mich in diesem lieblichen Windhauch segeln und mitschweben.

in einer anderen Übersetzung:
Die erste Tasse netzt Lippen und Kehle.
Die zweite stärkt das dürre gewordene Fleisch.
Die dritte verscheucht die traurige Einsamkeit.
Die vierte Tasse durchdringt Dein ganzes Innere.
Bei der fünften bist Du geläutert.
Die sechste ruft Dich in die Regionen der Unsterblichkeit.
Die siebente Tasse, so Du zum Munde führst,
läßt frische Lüfte Dein Haupt umsäuseln
und Deinen Geist zum kühnen Fluge sich erheben.

in einer anderen Übersetzung:
Die erste Schale befeuchtet mir Lippen und Gaumen,
die zweite erloest mich aus meiner Einsamkeit und von meinen Buerden,
die dritte kontrolliert mein ausgedoerrtes Inneres und findet dabei nur fuenftausend Buecher im hohlen Bauch,
die vierte Schale treibt kalten Schweiss und alles Unbehagen meines Lebens aus den Poren,
die fuenfte reinigt Muskeln und Knochen,
bei der sechsten fuehle ich mich wie ein Gott,
die siebente sollte man nicht trinken,
denn sie blaest klaren Wind aus den Achselhoehlen und lehrt fliegen.

Lo Tung (chinesischer Dichter in der Tang Dynastie)